Garten
Was im Garten genehmigt werden muss
Bäume, Versiegelung, Regenwasser und Grenzabstände. Vier Punkte, die vor dem Entwurf geklärt gehören und nicht danach.
Genehmigung
Gehört zu Garten anlegen lassen.
Ein Garten wirkt wie der Bereich, in dem einem niemand hineinredet. Tatsächlich ist er der Teil des Grundstücks mit den meisten unterschiedlichen Zuständigkeiten: Naturschutzrecht beim Bund, Baurecht beim Land, Baumschutz und Entwässerung bei der Kommune, Grenzabstände im Nachbarrecht des jeweiligen Bundeslandes. Keine dieser Stellen fragt bei den anderen nach.
Das Praktische daran: Fast alles davon lässt sich mit zwei Telefonaten klären, einem beim Umweltamt und einem beim Entwässerungsbetrieb. Das Unpraktische: Wer es nicht tut, merkt es erst, wenn der Baum gefällt ist oder das Pflaster liegt. Rückbau ist die teuerste Bauleistung, die es gibt.
Diese Seite sagt, welche vier Punkte das sind und wonach Sie fragen müssen. Sie ersetzt die Auskunft Ihrer Kommune nicht, denn genau darin unterscheiden sich die Regeln.
Bäume
Zwei Regelwerke greifen gleichzeitig. Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet in § 39 Absatz 5 das Roden und Auf-den-Stock-Setzen von Hecken und Gehölzen zwischen dem 1. März und dem 30. September. Ausgenommen sind davon nur Bäume auf gärtnerisch genutzten Grundflächen, nicht aber Hecken, lebende Zäune und Gebüsche. Unabhängig davon dürfen besetzte Nester ganzjährig nicht zerstört werden.
Die kommunale Baumschutzsatzung ist die schärfere Hürde, weil sie auch den einzelnen Hausbaum erfasst. Köln schützt Laubbäume ab 80 Zentimetern Stammumfang in einem Meter Höhe, Nadelbäume ab 130 Zentimetern, und verlangt Ersatzpflanzung oder eine Ausgleichszahlung von 1.488 Euro je Baum. Andere Städte messen anders, manche haben keine Satzung.
- Stammumfang in einem Meter Höhe messen, bevor Sie planen.
- Beim Umweltamt fragen, ob eine Baumschutzsatzung besteht und ab welchem Maß.
- Fällantrag stellen, bevor der Betrieb anrückt. Genehmigungen brauchen Wochen.
- Die Ausgleichszahlung ist vor der Fällung fällig, nicht danach.
Versiegelung und Regenwasser
Neue befestigte Flächen sind zwei Vorgänge zugleich. Erstens erhöhen sie die Niederschlagswassergebühr, und Eigentümer sind verpflichtet, die Änderung zu melden. In Hannover sind das 0,80 Euro je Quadratmeter und Jahr, eine neue Einfahrt von 55 Quadratmetern also rund 44 Euro jährlich. Zweitens verlangen viele Bebauungspläne und Satzungen, dass Niederschlagswasser auf dem Grundstück versickert wird, statt in den Kanal zu laufen.
Beides zusammen macht die Versickerung interessanter, als sie auf den ersten Blick aussieht. Eine Rigole, also ein unterirdischer Speicher, aus dem das Wasser langsam in den Boden abgegeben wird, kostet einmalig rund 1.700 bis 6.200 Euro brutto. Dafür ermäßigt Hannover die Gebühr um 70 Prozent, und in einigen Kommunen kommt ein Zuschuss dazu. Ob der Boden überhaupt versickerungsfähig ist, entscheidet ein Sickertest, nicht der Wunsch.
Terrasse, Mauern und Grenzabstände
Eine ebenerdige Terrasse ohne Überdachung und ohne Unterkellerung ist in den Landesbauordnungen fast überall genehmigungsfrei, weil sie nicht als bauliche Anlage zählt. Sobald ein Dach, eine seitliche Einhausung oder eine deutlich erhöhte Konstruktion dazukommt, ändert sich die Beurteilung, und Abstandsflächen zum Nachbargrundstück werden zum Thema. Die Bundesländer regeln das unterschiedlich.
Für Pflanzen gilt nicht das Baurecht, sondern das Nachbarrecht des jeweiligen Bundeslandes. Die Grenzabstände hängen von der Endhöhe ab und liegen je nach Land und Pflanzenart zwischen einem halben und mehreren Metern. In Sachsen sind es je nach Endhöhe 0,5 bis 2 Meter. Die Frist, innerhalb derer ein Nachbar den Rückschnitt verlangen kann, ist in den meisten Ländern begrenzt, aber darauf zu setzen ist eine schlechte Grundlage für ein Nachbarschaftsverhältnis.
Der Container auf der Straße
Steht der Container nicht auf dem eigenen Grundstück, sondern am Straßenrand, ist eine Halteverbotszone nötig. Die muss bei der Straßenverkehrsbehörde beantragt werden, und zwar rund zwei Wochen vorher. Kurzfristig ist das oft nicht mehr zu bekommen, und dann steht die Kolonne vor einem zugeparkten Stellplatz.
Das ist der Grund, warum diese Position in unserer Akte eine eigene Zeile hat, obwohl sie klein ist. Sie ist kein Kostenrisiko, sondern ein Terminrisiko.
Loslegen
Ihre Auswahl geht mit in das Gespräch, damit der Agent nicht bei null anfängt.
Worum geht es bei Ihnen?
Der Zuschnitt entscheidet über die Größenordnung, nicht über den Geschmack. Eine neue Terrasse von 25 Quadratmetern liegt bei rund 3.900 bis 8.600 Euro brutto, eine komplette Neuanlage von 300 Quadratmetern bei rund 23.900 bis 63.500 Euro. Beides nennt man umgangssprachlich „den Garten machen lassen“.
Sie können oben etwas auswählen, müssen aber nicht. Ohne Auswahl fragt der Agent im Gespräch danach. Kein Formular, keine Postleitzahl, und Kontaktdaten erst, wenn die Akte fertig ist.
Fragen zu diesem Punkt
Die Spannen stammen aus der Wissensschicht dieser Anwendung, mit der auch Ihre Projektakte gerechnet wird. Sie ersetzen kein Angebot.
Grundlage: Wissensschicht Garten- und Landschaftsbau sowie Entsorgung, Positionen und Preisspannen (MassivPlan), gesehen am 07.08.2026 · § 39 Absatz 5 Bundesnaturschutzgesetz, Rodungs- und Schnittverbot (Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de), gesehen am 07.08.2026 · Baumschutzsatzung der Stadt Köln vom 18.07.2023 (Stadt Köln), gesehen am 07.08.2026 · Gebühren für Niederschlagswasser, gesplittete Abwassergebühr (Landeshauptstadt Hannover, Stadtentwässerung), gesehen am 07.08.2026 · RISA-Förderprogramm Versickerung und Entsiegelung (Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)), gesehen am 07.08.2026 · Tarifabschluss Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Entgelte ab 01.07.2026 (IG BAU und Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL)), gesehen am 07.08.2026 · § 35a Einkommensteuergesetz, Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de), gesehen am 07.08.2026
Diese Seite wurde zuletzt am 07.08.2026 redaktionell geprüft. Beträge brutto inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer.
Zwei Sätze reichen für den Anfang.
Sie müssen nichts vorbereiten und nichts nachschlagen. Der Rest entsteht im Gespräch mit dem Agenten, und Ihre Kontaktdaten fragen wir erst, wenn die Akte fertig ist.