Garten
Was ein neuer Garten wirklich kostet
Die einzelnen Positionen, warum die Spanne so breit ist und an welchen drei Stellen sich seriös sparen lässt.
Kosten
Gehört zu Garten anlegen lassen.
Die Zahl, die man überall liest, ist ein Preis je Quadratmeter Grundstücksfläche. Sie ist als Orientierung brauchbar und als Grundlage einer Entscheidung wertlos, weil sie den entscheidenden Unterschied verschweigt: Ein Quadratmeter Pflaster kostet das Sieben- bis Achtfache eines Quadratmeters Rasen. Wer den Anteil der befestigten Fläche nicht kennt, kennt den Preis nicht.
In der Tabelle unten stehen die Positionen einzeln, gerechnet mit den Mengen eines typischen Grundstücks. So sehen Sie, welcher Teil bei Ihnen anfällt und welcher nicht. Die drei mit „nur wenn nötig“ markierten Zeilen sind bewusst nicht in der Summe enthalten: Bewässerung, Versickerung und Beleuchtung sind Wünsche, keine Zwangsläufigkeiten.
Was diese Tabelle nicht auffangen kann, sind zwei Dinge: die Zugänglichkeit für Maschinen und das, was unter der Grasnarbe liegt. Beides klärt sich erst vor Ort. Deshalb schreiben wir die Mengen, die noch offen sind, ausdrücklich als offen in die Akte, statt eine Zahl hineinzuschreiben, die gut aussieht.
Die Positionen
Dieselben Spannen, mit denen der Agent Ihre Akte rechnet. Keine zweite Zahlenwelt fürs Schaufenster.
Was ein neuer Garten kostet
Die Positionen, die bei einer Neuanlage üblicherweise anfallen, gerechnet mit den Mengen des typischen Falls und den Spannen aus unserer Wissensschicht. Alle Beträge brutto inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer. Für Gärten gibt es keine Bundesförderung, die Beträge sind also das, was zu zahlen ist.
| Position | Spanne brutto |
|---|---|
| Fläche räumen, Bewuchs roden und Oberboden abtragen, 300 m²Rund 10 bis 31 Euro brutto je Quadratmeter, Arbeit und Gerät. Ohne Abfuhr des Materials. Wurzelstöcke und alter Bauschutt im Boden treiben diese Position nach oben, beides zeigt sich erst beim ersten Baggerbiss. | 2.856 € – 9.282 € |
| Aushub laden, abfahren und entsorgen, 80 m² befestigte FlächeRund 21 bis 57 Euro brutto je Quadratmeter befestigter Fläche bei etwa 40 Zentimetern Aushubtiefe, inklusive Deponiegebühr für unbelasteten Boden. Belasteter Boden verdoppelt die Deponiegebühr und verlangt zusätzlich eine Deklarationsanalyse. | 1.714 € – 4.570 € |
| Mutterboden liefern, auftragen und planieren, 180 m² in 15 cm StärkeRund 14 bis 36 Euro brutto je Quadratmeter, gesiebter Oberboden, Arbeit und Material. Grundlage für alles, was danach wachsen soll. | 2.570 € – 6.426 € |
| Pflasterfläche anlegen, 55 m² Weg und EinfahrtRund 113 bis 232 Euro brutto je Quadratmeter, Betonstein, Aufbau nach ZTV Wegebau mit Frostschutzschicht, Bettung und Verfugung, ohne Erdaushub. Der Unterbau entscheidet über die Haltbarkeit, nicht der Stein. | 6.218 € – 12.763 € |
| Terrasse herstellen, 25 m²Rund 155 bis 345 Euro brutto je Quadratmeter, Platten auf Splitt oder Stelzlager, inklusive Randabschluss. Die Spanne umfasst Betonplatte bis Keramik. | 3.868 € – 8.628 € |
| Rollrasen liefern und verlegen, 180 m²Rund 14 bis 33 Euro brutto je Quadratmeter, inklusive Feinplanum und Startdüngung. Nach zwei bis drei Wochen belastbar. | 2.570 € – 5.998 € |
| Alternativ: Rasen ansäen statt Rollrasen, 180 m²nur wenn nötigRund 5 bis 14 Euro brutto je Quadratmeter. Alternative zur Zeile darüber, nicht zusätzlich. Belastbar erst nach einer ganzen Saison. | 857 € – 2.570 € |
| Gehölze und Stauden pflanzen, 40 StückRund 30 bis 179 Euro brutto je Pflanze, inklusive Pflanzgrube und Bodenverbesserung. Die Spanne reicht von Containerware bis Solitärstrauch. Preisbestimmend ist die Größe, nicht die Sorte. | 1.190 € – 7.140 € |
| Hecke setzen, 20 laufende MeterRund 42 bis 131 Euro brutto je Meter bei Pflanzhöhe 100 bis 150 Zentimeter, inklusive Pflanzgraben und Bodenaustausch. Zur Grundstücksgrenze gelten landesrechtliche Grenzabstände. | 833 € – 2.618 € |
| Rasenkanten und Beeteinfassungen setzen, 45 laufende MeterRund 33 bis 89 Euro brutto je Meter, Betonbord oder Metallkante, in Beton rückenverfüllt. Ohne Einfassung wandert die Pflasterkante nach dem zweiten Winter. | 1.499 € – 4.016 € |
| Container 7 m³ stellen, abholen und entsorgen, 2 StückRund 298 bis 1.012 Euro brutto je Container, inklusive Anfahrt, sieben Tagen Standzeit und Entsorgung. Sortenreines Material liegt am unteren Ende, Mischabfall am oberen. Ein einziger Fremdstoff macht aus Grünschnitt Mischabfall. | 595 € – 2.023 € |
| Automatische Bewässerung einbauen, 180 m² beregnete Flächenur wenn nötigRund 10 bis 26 Euro brutto je Quadratmeter, Rohrnetz, Regner und Steuerung. Nachträglich verlegt kostet dieselbe Anlage ein Vielfaches, weil die fertige Fläche dafür wieder geöffnet wird. | 1.714 € – 4.712 € |
| Versickerung anlegen, Rigole oder Sickerschachtnur wenn nötigUnterirdischer Speicher, aus dem Regenwasser langsam in den Boden abgegeben wird, inklusive Zuleitung. In vielen Kommunen erlaubnispflichtig, senkt aber dauerhaft die Niederschlagswassergebühr. | 1.666 € – 6.188 € |
| Gartenbeleuchtung setzen, Erdkabel und sechs Leuchtennur wenn nötigKleinspannung oder erdverlegte 230 Volt. Die Kabel gehören in den offenen Graben. Der Anschluss an den Hausstromkreis und die Absicherung gehören zum Elektriker und sind hier nicht enthalten. | 1.428 € – 4.522 € |
| Typischer FallGrundstück im Bestand, 300 m² Gartenfläche, davon 55 m² Pflaster, 25 m² Terrasse und 180 m² Rollrasen, dazu 40 Pflanzen, 20 m Hecke, 45 m Einfassung und zwei Container. Maschinen kommen an die Fläche heran. Ohne die als „nur wenn nötig“ markierten Zeilen. | 23.913 € – 63.463 € |
Was den Preis bewegt
- Zugänglichkeit für Maschinen
- Der größte Hebel. Kommt kein Bagger an die Fläche, verdoppeln bis verdreifachen sich die Erdarbeiten. Aus 2.900 bis 9.300 Euro brutto werden 5.700 bis 27.800 Euro. Ein Foto der Zufahrt sagt darüber mehr als jede Beschreibung.
- Anteil der befestigten Fläche
- Pflaster kostet rund 113 bis 232 Euro brutto je Quadratmeter, Rasen rund 14 bis 33. Zehn Quadratmeter Weg weniger und dafür Rasen sparen rund 1.000 bis 2.000 Euro, und zusätzlich den Aushub, den nur die befestigte Fläche auslöst.
- Vorhandener Bestand
- Ein gewachsener Garten muss geräumt werden, bevor etwas Neues entsteht. Wurzelstöcke, alte Beläge und Bauschutt im Boden sind der Unterschied zwischen dem unteren und dem oberen Ende der Räumkosten, also zwischen rund 10 und 31 Euro brutto je Quadratmeter.
- Lage des Geländes
- Am Hang kommen Stützmauern, Abfangungen und Treppen dazu. Das sind Positionen, die es in der Ebene gar nicht gibt und die in dieser Tabelle deshalb auch nicht enthalten sind. Sie können ein Vorhaben um einen fünfstelligen Betrag verschieben.
- Größe der Pflanzen
- Gesetzt kostet eine Containerpflanze rund 30 Euro brutto, ein Solitärgehölz rund 179 Euro. Bei 40 Pflanzen liegen zwischen beiden Enden rund 1.200 und 7.100 Euro. Der fertige Eindruck kostet Geld, das Wachstum kostet Geduld.
- Rollrasen oder Ansaat
- Ansaat kostet rund 5 bis 14 Euro brutto je Quadratmeter statt 14 bis 33. Bei 180 Quadratmetern sind das rund 1.700 bis 3.400 Euro Unterschied, dafür ist die Fläche erst nach einer Saison belastbar statt nach zwei bis drei Wochen.
- Region
- Wir rechnen mit regionalen Faktoren zwischen 0,86 und 1,16. Zwischen Mecklenburg-Vorpommern und München sind das rund 35 Prozent auf dieselbe Leistung.
Was in diesen Zahlen nicht steckt
- Der Entwurf. Eine Gartenplanung durch ein Planungsbüro ist eine eigene Leistung und in keiner Zeile enthalten.
- Stützmauern, Treppen und Abfangungen. Sie fallen nur am Hang an und werden nach Aufmaß gerechnet.
- Pool, Teich, Gartenhaus und Carport. Dafür haben wir kein Gewerk hinterlegt, und wir bepreisen nichts, was unsere Wissensschicht nicht kennt.
- Der Anschluss der Gartenbeleuchtung an den Hausstromkreis. Das ist Elektroarbeit und gehört in ein eigenes Angebot.
- Gebühren der Behörden: Fällgenehmigung, wasserrechtliche Erlaubnis für die Versickerung, Halteverbotszone für den Container.
- Die Pflege im ersten Standjahr. Wässern, Schnitt und Nachsaat entscheiden darüber, ob die Bepflanzung anwächst.
- Die laufende Niederschlagswassergebühr für die neu versiegelte Fläche.
- Die Wiederherstellung der Zuwegung nach dem Baustellenverkehr, falls schwere Fahrzeuge über vorhandenes Pflaster müssen.
Drei Stellen, an denen sich seriös sparen lässt
Sparen heißt hier nicht, den billigsten Betrieb zu nehmen. Es heißt, den Umfang bewusst zu wählen. Diese drei Entscheidungen bewegen zusammen einen fünfstelligen Betrag, ohne dass am Ergebnis etwas fehlt.
- Weniger Pflaster. Jeder Quadratmeter, der Rasen statt Weg wird, spart rund 100 bis 200 Euro brutto und zusätzlich den Aushub, den nur befestigte Flächen auslösen.
- Ansaat statt Rollrasen. Rund 1.700 bis 3.400 Euro bei 180 Quadratmetern, bezahlt mit einer Saison Wartezeit.
- Kleinere Pflanzen. Zwischen 40 Containerpflanzen und 40 Solitärgehölzen liegen rund 1.200 und 7.100 Euro brutto. Der Unterschied ist nach einigen Jahren nicht mehr zu sehen.
Was in der Zufahrt steckt
Die Position „Fläche räumen“ liegt im typischen Fall bei 2.900 bis 9.300 Euro brutto. Das gilt, solange ein Minibagger und ein Lkw an die Fläche kommen. Führt der einzige Zugang durch ein Gartentor, rechnet unsere Wissensschicht mit dem Zwei- bis Dreifachen, also mit 5.700 bis 27.800 Euro.
Der Grund ist banal: Was eine Maschine in einer Stunde bewegt, tragen zwei Leute mit der Schubkarre über einen erheblichen Teil des Tages. Bei 45 bis 78 Euro netto je Stunde und Person summiert sich das schnell, und daher kommt der Faktor zwei bis drei. Deshalb ist das Foto der Zufahrt die eine Aufnahme, um die wir immer bitten.
Es gibt Auswege, und sie kosten ebenfalls Geld: Kranstellung von der Straße, Abbau eines Zaunfeldes, Überfahrtsrecht über das Nachbargrundstück oder das Verlegen von Baggermatratzen, damit vorhandenes Pflaster den Baustellenverkehr übersteht. Welcher davon in Frage kommt, entscheidet der Ortstermin.
Warum sich Angebote so stark unterscheiden
In den meisten Fällen liegt es nicht am Stundensatz, sondern am Umfang. Ein Angebot enthält den Aushub und seine Abfuhr, das andere nicht. Eines rechnet mit 20 Zentimetern Frostschutzschicht unter dem Pflaster, das andere mit 10. Eines setzt Einfassungen, das andere lässt die Pflasterkante frei.
Der Unterbau ist dabei der gefährlichste Posten, weil er von oben nicht zu sehen ist. Ein zu dünner Frostschutz fällt erst nach dem zweiten Winter auf, wenn die Fläche sackt. Genau dagegen ist die Projektakte gebaut: Alle Betriebe bieten auf dieselbe Liste, Position für Position, mit denselben Aufbaustärken. Wo eines günstiger ist, sehen Sie, ob es günstiger arbeitet oder etwas weggelassen hat.
Loslegen
Ihre Auswahl geht mit in das Gespräch, damit der Agent nicht bei null anfängt.
Worum geht es bei Ihnen?
Der Zuschnitt entscheidet über die Größenordnung, nicht über den Geschmack. Eine neue Terrasse von 25 Quadratmetern liegt bei rund 3.900 bis 8.600 Euro brutto, eine komplette Neuanlage von 300 Quadratmetern bei rund 23.900 bis 63.500 Euro. Beides nennt man umgangssprachlich „den Garten machen lassen“.
Sie können oben etwas auswählen, müssen aber nicht. Ohne Auswahl fragt der Agent im Gespräch danach. Kein Formular, keine Postleitzahl, und Kontaktdaten erst, wenn die Akte fertig ist.
Fragen zu diesem Punkt
Die Spannen stammen aus der Wissensschicht dieser Anwendung, mit der auch Ihre Projektakte gerechnet wird. Sie ersetzen kein Angebot.
Grundlage: Wissensschicht Garten- und Landschaftsbau sowie Entsorgung, Positionen und Preisspannen (MassivPlan), gesehen am 07.08.2026 · § 39 Absatz 5 Bundesnaturschutzgesetz, Rodungs- und Schnittverbot (Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de), gesehen am 07.08.2026 · Baumschutzsatzung der Stadt Köln vom 18.07.2023 (Stadt Köln), gesehen am 07.08.2026 · Gebühren für Niederschlagswasser, gesplittete Abwassergebühr (Landeshauptstadt Hannover, Stadtentwässerung), gesehen am 07.08.2026 · RISA-Förderprogramm Versickerung und Entsiegelung (Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg)), gesehen am 07.08.2026 · Tarifabschluss Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, Entgelte ab 01.07.2026 (IG BAU und Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL)), gesehen am 07.08.2026 · § 35a Einkommensteuergesetz, Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de), gesehen am 07.08.2026
Diese Seite wurde zuletzt am 07.08.2026 redaktionell geprüft. Beträge brutto inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer.
Zwei Sätze reichen für den Anfang.
Sie müssen nichts vorbereiten und nichts nachschlagen. Der Rest entsteht im Gespräch mit dem Agenten, und Ihre Kontaktdaten fragen wir erst, wenn die Akte fertig ist.