Küche
Die Reihenfolge, die zum Liefertag passt
Bei diesem Vorhaben steht das Enddatum vor dem Anfangsdatum fest. Wie man von hinten plant und was auf keinen Fall danach kommen darf.
Ablauf
Gehört zu Küche anschließen und einbauen lassen.
Fast jedes Bauvorhaben plant man vorwärts: Man fängt an und wird fertig, wenn man fertig ist. Bei einer Küche geht das nicht. Die Möbel werden nach Aufmaß gefertigt und mit einem festen Termin geliefert, meist acht bis vierzehn Wochen nach der Bestellung, und dieser Termin verschiebt sich nicht, weil Ihr Estrich noch feucht ist.
Deshalb wird hier rückwärts geplant. Der letzte Schritt vor der Lieferung ist der Bodenbelag, denn er gehört unter die Möbel. Davor liegt der Fliesenspiegel, davor die Rohinstallation von Elektro und Sanitär, davor Demontage und Entsorgung. Zwischen den Schritten liegen Trockenzeiten, die sich nicht verkürzen lassen: Ausgleichsmasse und Kleber brauchen ihre Zeit, unabhängig davon, wie dringend es ist.
Der zweite Grund für die Rückwärtsplanung ist das Aufmaß. Das Küchenstudio misst die Wände, wie sie am Tag des Aufmaßes stehen. Wenn danach eine Vorsatzschale dazukommt oder der Fliesenspiegel dicker wird, passt die Zeile nicht mehr. Alles, was die Wand verändert, muss also vor dem Aufmaß entschieden und dem Studio mitgeteilt sein.
Rückwärts vom Liefertag
Die Abfolge ist keine Empfehlung, sondern die Bedingung dafür, dass am Liefertag aufgebaut werden kann.
- Liefertag: Möbel kommen, Monteur baut auf und schließt an vorhandene Anschlüsse an.
- Zwei bis drei Tage davor: Bodenbelag fertig, Sockelleisten noch nicht, die kommen nach der Küche.
- Eine Woche davor: Fliesenspiegel gesetzt, Silikonfugen gezogen.
- Zwei Wochen davor: Elektro und Sanitär fertig, Prüfprotokoll liegt vor.
- Drei Wochen davor: alte Küche raus, entsorgt, Wand und Boden freigelegt.
- Vor dem Aufmaß des Studios: entschieden, ob Vorsatzschalen oder eine dickere Wandfläche dazukommen.
Was sich nicht nachholen lässt
Drei Dinge sind nach dem Aufbau nur noch mit Demontage zu machen, und deshalb gehören sie in die Akte, bevor der erste Handwerker kommt.
- Der Bodenbelag unter den Möbeln. Ein Belag, der bis an die Küche heranreicht, ist beim nächsten Austausch ein Problem.
- Die Traglastverstärkung in einer Trockenbauwand. Sie liegt hinter der Beplankung.
- Die Revisionsklappe vor dem Absperrventil hinter dem Unterschrank.
Loslegen
Ihre Auswahl geht mit in das Gespräch, damit der Agent nicht bei null anfängt.
Bleiben die Anschlüsse dort, wo sie heute sind?
Das ist die eine Angabe, die den Preis am stärksten bewegt, und sie fällt beim Blick auf die Planung des Küchenstudios oft gar nicht auf. Solange Spüle und Herd an ihrem Platz bleiben, ist es ein Tagesauftrag für zwei Gewerke. Sobald der Wasseranschluss über die Wand wandert, kommen Stemmarbeit, Abwassergefälle, Fliesen und Maler dazu, und aus einem Tag werden mehrere.
Sie können oben etwas auswählen, müssen aber nicht. Ohne Auswahl fragt der Agent im Gespräch danach. Kein Formular, keine Postleitzahl, und Kontaktdaten erst, wenn die Akte fertig ist.
Die Spannen stammen aus der Wissensschicht dieser Anwendung, mit der auch Ihre Projektakte gerechnet wird. Sie ersetzen kein Angebot.
Grundlage: Wissensschicht Elektro, Sanitär/Heizung, Fliesen, Boden, Trockenbau und Entsorgung, Positionen und Preisspannen (MassivPlan), gesehen am 10.08.2026 · DIN VDE 0100-600, Errichten von Niederspannungsanlagen, Prüfungen (VDE Verband der Elektrotechnik), gesehen am 10.08.2026 · Muster-Feuerungsverordnung (MFeuVO), § 4, Verbrennungsluftversorgung von Feuerstätten; umgesetzt in den Feuerungsverordnungen der Länder (Bauministerkonferenz, ARGEBAU), gesehen am 10.08.2026 · DIN 18534, Abdichtung von Innenräumen, Wassereinwirkungsklassen (Deutsches Institut für Normung), gesehen am 10.08.2026 · § 35a Absatz 3 Einkommensteuergesetz, Handwerkerleistungen (Bundesministerium der Justiz), gesehen am 10.08.2026
Diese Seite wurde zuletzt am 10.08.2026 redaktionell geprüft. Beträge brutto inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer.
Zwei Sätze reichen für den Anfang.
Sie müssen nichts vorbereiten und nichts nachschlagen. Der Rest entsteht im Gespräch mit dem Agenten, und Ihre Kontaktdaten fragen wir erst, wenn die Akte fertig ist.