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MassivPlan
VorhabenMagazin

Förderung im Einzelnen

Fünfzehn Prozent, aber nur für die richtige Richtung

Warum bei diesem Vorhaben die Geometrie über den Zuschuss entscheidet, welcher Weg den Nachweis erspart und wann sich der Antrag nicht lohnt.

Diese Rollladen- und SonnenschutzarbeitenElektroinstallationBei den zulassungspflichtigen Handwerken darunter prüfen wir die Handwerkskarte, bevor ein Betrieb Ihre Akte sieht.

Förderung

Gehört zu Markise anbringen lassen.

Die Förderung des außenliegenden Sonnenschutzes ist ein gut versteckter Zuschuss mit einer scharfen Kante. Sie läuft über die Bundesförderung für effiziente Gebäude als Einzelmaßnahme „Sommerlicher Wärmeschutz", sie beträgt 15 Prozent der förderfähigen Kosten, und sie unterscheidet nicht nach Preis, Marke oder Ausstattung. Sie unterscheidet nach Geometrie.

Förderfähig sind ausschließlich außenliegende Sonnenschutzvorrichtungen nach DIN 4108-2 Tabelle 7, Zeilen 3.1 bis 3.3. Das BAFA schreibt aus, was es darunter zählt: Fensterläden und Rollläden, Jalousien und Raffstores, und „Markisen, die parallel zu Fenstern in der thermischen Gebäudehülle verlaufen". Zeile 3.4 derselben Tabelle heißt „Vordächer, Markisen allgemein, freistehende Lamellen" und ist ausgeschlossen. In der Liste der nicht förderfähigen Kosten stehen dieselben Dinge noch einmal einzeln: Vordächer, auch nicht als Sonnenschutzvorrichtung, freistehende Lamellendächer, Pergolen, und Markisen, die nicht parallel zu Fenstern verlaufen.

Damit ist die Frage entschieden, bevor sie über den Preis gestellt wird. Eine Markise, die über der Fensterachse liegt und die Sonne abfängt, bevor sie durch das Glas fällt, ist eine Maßnahme des sommerlichen Wärmeschutzes. Eine Markise, die schräg über eine Terrasse ausfährt, beschattet eine Sitzfläche. Das ist ein ehrenwerter Zweck, aber nicht der, den dieses Programm bezahlt. Dieselbe Anlage vom selben Hersteller kann je nach Einbauort in beide Kategorien fallen.

Die zwei Wege, und warum der zweite meistens der bessere ist

Als eigene Einzelmaßnahme verlangt die Förderung einen Nachweis. Er ist nach DIN 4108-2 für den Raum zu führen, für den sich die höchsten Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz ergeben; werden sie dort eingehalten, darf die Einhaltung für Räume mit gleichen Fenstern, gleicher Bauweise und gleichem Sonnenschutzsystem angenommen werden. Dazu kommt die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten aus der Liste des Bundes, dessen Honorar zur Hälfte bezuschusst wird, und der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein.

Der zweite Weg spart genau diesen Aufwand. Wird der Sonnenschutz als Umfeldmaßnahme im Rahmen einer geförderten Erneuerung von Fenstern, Dachflächenfenstern oder Vorhangfassaden mitgefördert, dann bestehen nach dem BAFA-Infoblatt „keine Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz", und die technischen FAQ bestätigen, dass ein Nachweis dafür nicht erforderlich ist. Wer ohnehin Fenster tauscht, sollte die Markise deshalb im selben Antrag unterbringen und nicht daneben.

Für ein Effizienzhaus oder Effizienzgebäude gilt eine dritte Lage: Dort sind außenliegende und zwischen den Scheiben liegende Sonnenschutzvorrichtungen gleichermaßen förderfähig. Innenliegende Rollos, Jalousien, Raffstores und Plissees sind in keinem der drei Wege förderfähig, und das ist bauphysikalisch folgerichtig: Sie schirmen die Wärme erst ab, nachdem sie durch das Glas im Raum ist.

Wann sich der Antrag nicht lohnt

Wir führen diesen Abschnitt, weil die meisten Ratgeber an dieser Stelle aufhören. Bei einer einzelnen Markise im typischen Fall dieser Seite liegt der Zuschuss bei rund 360 bis 740 Euro. Dagegen stehen ein Sachverständigenhonorar, ein Nachweis und ein Verfahren, das vor der Auftragsvergabe abgeschlossen sein will. Rechnen Sie das gegeneinander, statt der Prozentzahl zu folgen.

Drei Umstände drehen die Rechnung: weitere Maßnahmen an der Gebäudehülle im selben Antrag, weil erst ab 30.000 Euro förderfähigen Ausgaben ein Sanierungsfahrplan den Satz auf dem Teil darüber um 5 Prozentpunkte anhebt; mehrere Öffnungen im selben Antrag, weil der Nachweis nur für den kritischen Raum zu führen ist; und ein ohnehin anstehender Fenstertausch, weil dann der Nachweis ganz entfällt. Liegt keiner dieser drei Fälle vor, ist die Steuerermäßigung nach § 35a Einkommensteuergesetz der einfachere Weg: kleiner im Betrag, aber ohne Sachverständigen und ohne Frist vor der Vergabe.

Loslegen

Ihre Auswahl geht mit in das Gespräch, damit der Agent nicht bei null anfängt.

Welche Art Markise soll es werden?

Das ist die Angabe, die den Preis am stärksten bewegt, und sie entscheidet nichts über die Förderung. Zwischen einer offenen Gelenkarmmarkise und einer Vollkassette liegen beim Referenzmaß 3,00 × 2,50 m rund 500 bis 1.200 Euro, und der Unterschied ist fast vollständig die Kassette. Die Arbeit dahinter ist bei allen Bauarten dieselbe: Konsolen anreißen, im tragenden Untergrund befestigen, Tuchwelle einhängen, Ausfall und Neigung einstellen.

Welche Art Markise soll es werden?

Sie können oben etwas auswählen, müssen aber nicht. Ohne Auswahl fragt der Agent im Gespräch danach. Kein Formular, keine Postleitzahl, und Kontaktdaten erst, wenn die Akte fertig ist.

Fragen zu diesem Punkt

Die Spannen stammen aus der Wissensschicht dieser Anwendung, mit der auch Ihre Projektakte gerechnet wird. Sie ersetzen kein Angebot.

Grundlage: Wissensschicht Rollladen- und Sonnenschutzarbeiten und Elektroinstallation, Markisenpositionen und Preisspannen (MassivPlan), gesehen am 07.09.2026 · Infoblatt zu den förderfähigen Maßnahmen und Leistungen, Sanieren, Version 11.0 in Kraft seit 16.09.2026, Abschnitte 2.4, 2.5 und 8 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), gesehen am 29.09.2026 · BEG Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle: Grundfördersatz, Mindestinvestitionsvolumen, Höchstgrenzen und iSFP-Bonus (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), gesehen am 29.09.2026 · Liste der technischen FAQ zur BEG Einzelmaßnahme, Nummer 2.08 Sommerlicher Wärmeschutz (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), gesehen am 07.09.2026 · DIN 4108-2:2013-02, Tabelle 7, Abminderungsfaktoren außenliegender Sonnenschutzvorrichtungen, Zeilen 3.1 bis 3.4 (DIN, in Bezug genommen von der BEG-Förderrichtlinie), gesehen am 07.09.2026 · DIN EN 13561, Markisen, Leistungs- und Sicherheitsanforderungen mit den Windwiderstandsklassen 0 bis 3 (DIN), gesehen am 07.09.2026 · Leitfaden Abgrenzung Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistungen, Stand November 2024, Einträge Jalousienbau und Markisenmontage (DIHK und Deutscher Handwerkskammertag), gesehen am 07.09.2026 · Evaluierung des Vierten Gesetzes zur Änderung der Handwerksordnung, Abschnitt zum Gewerk Anlage A Nr. 47 (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie), gesehen am 07.09.2026 · § 5 Absatz 2 und § 20 Absatz 1 WEG, bauliche Veränderung am Gemeinschaftseigentum (Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de), gesehen am 07.09.2026 · § 35a Absatz 3 Einkommensteuergesetz, Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen (Bundesministerium der Justiz), gesehen am 07.09.2026

Diese Seite wurde zuletzt am 07.09.2026 redaktionell geprüft. Beträge brutto inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer.

Zwei Sätze reichen für den Anfang.

Sie müssen nichts vorbereiten und nichts nachschlagen. Der Rest entsteht im Gespräch mit dem Agenten, und Ihre Kontaktdaten fragen wir erst, wenn die Akte fertig ist.

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